Dezember 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass sich diese Woche Heiligabend erneut jährt und ich noch keine Geschenke besorgt habe. Weihnachten kommt aber auch immer so plötzlich und unerwartet. Dabei hätte ich es längst merken müssen. Hinter all der Hektik und dem geschäftigen Treiben allen Ortes, kann nur diese stille und besinnliche Zeit stecken.

Also nichts wie auf in den nächsten Supermarkt um die Ecke, um zu sehn, ob noch was Weihnachtliches zu finden ist. Wo bereits seit Oktober die Schokoweihnachtsmänner standen werden nun Osterhasen platziert. In der Elektroabteilung konnte ich einen elektronischen Nasenhaartrimmer für meine Mutter ergattern. Das ist doch mal ein nützliches Geschenk.

Auf dem Heimweg dann kurz an der Klinik am Stadtrand gehalten und einen Pflegegutschein für Oma erstanden. An der Tankstelle habe ich noch eine Palette Dosenbier entdeckt. Diese grünen Dosen passen hervorragend zu den flüchtigen Nadeln unseres Tannenbaums.

Aber was nur schenke ich meiner Liebsten? Küchenschürze oder Strapse? Letzteres würde sicher auch in der Küche für reichlich Appetit sorgen. Oder vielleicht Karten für den Zirkus. Den wird sie sicher selbst veranstalten, wenn ich wieder mit dem falschen Geschenk ankomme...

Na dann - frohe Weihnachten euch allen  - euer Chrisi!


Dezember 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass man sich langsam um einen Baum fürs Fest kümmern sollte. Ich beobachte seit Tagen einen Christbaumverkäufer, der auf dem Parkplatz meines Stamm-Einkaufs-Ladens sein Tannenlager aufgeschlagen hat und Nadelhölzer verkauft. Von Tag zu Tag, lehnen weniger Bäume an seinem Christbaumzaun und sichtbar lichtet sich der Wald.

Ich freue mich für den Verkäufer, wenn dieser bald sein Lager abbrechen kann. Denn das ist ein wirklich bescheidener Job, in der Kälte und Nässe dieser Tage. Verwöhnten Kunden die feucht-kalte Tannenware zu präsentieren, einzunetzen und zum Auto zu tragen. Ob sich wohl ein Nadelholzverkäufer auch eine Nordmanntanne in sein Wohnzimmer stellt?

Oder ist er vom Tannenverkauf der letzten Tage nicht mehr so angetan von den Tannen? Ich glaube schon, dass sich der Mann einen Christbaum aufstellt. Ich an seiner Stelle würde den verkrüppeltsten, krummsten, kahlsten und kleinsten Baum nehmen, der am Ende da ist.

Allein schon deshalb, weil ich den bestimmt nicht verkaufen werde. Den würde ich dann schmücken, dass er so leuchtend und beeindruckend aussieht, wie der Baum vorm Schnirpflinger Rathaus. Morgen werde auch ich meinen Baum abholen. Bevor die Schönsten weg sind...  

Na dann - noch eine gemütliche Adventswoche  - euer Chrisi!


Dezember 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass mein Stromlieferant in den nächsten Wochen mit mir das Geschäft des Jahres machen wird. Nachdem ich mir für den Garten einige kleine Lichterketten gekauft habe, mache ich nachts wieder den Rollo runter. In der ersten Nacht, nach dem Installieren der Lichter, bin ich früh um fünf Uhr aus dem Schlaf hoch geschreckt.

Irgendwie hatte ich mich mit der Zeitschaltuhren vertan und es war mit einem Schlag so hell wie mittags im Sommer. Ich hatte schon Angst, dass ich verschlafen habe, bin sofort in die Hose gesprungen, hab mich ins Auto gesetzt und mich auf den Weg in die Arbeit gemacht. Komischerweise war es nach zwei Häuserecken wieder stockdunkel.

Nach einem verwunderten Blick auf die Uhr, habe ich das Auto gewendet und mich nochmal ins Bett gelegt. Bei all dem Trubel muss mir wohl irgendwie mein Handy aus der Hosentasche gerutscht sein. Eigentlich lasse ich mich jeden Morgen von meinem Handy wecken. 

Ihr könnt euch sicher denken, was im Anschluss passiert ist. Da mein Handy in der Auffahrt lag, konnte ich den Weckruf natürlich nicht hören und habe deshalb auch noch verschlafen. Der Postbote hat mich zur Mittagszeit rausgeklingelt. Das Päckchen war für meinen Nachbarn...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


November 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass am Freitag der Christkindlesmarkt in Nürnberg eröffnet wird. Ab Sonntag gehts schon mit stillen, aber hektischen Schritten Richtung Weihnachten und dann unaufhaltsam ins nächste Jahr. Eigentlich könnte man jetzt sagen, dass das Jahr rum ist. Deshalb ist es an der Zeit, über den Sinn der Vorweihnachtszeit zu sinnieren. 

Ich habe gelesen, dass Jesus gar nicht am 24. Dezember 0000 geboren wurde. Sein Geburtstag wird eher im März 0005 vermutet. Da stelle ich mir die Frage, warum wir im Dezember seinen Geburtstag feiern. Dass mal ein paar Jahre verrutschen ist ja nichts Neues. Das kommt bestimmt aus der Zeit, als es noch keine Kühlschränke, Einwecktöpfe und Kunststoffverpackungen mit Schutzfolie gab.

Ein Teil der Ernte ließ sich nicht über den Winter einlagern. Bevor diese Lebensmittel durch Fäulniss zersetzt wurden, hat man gerne ein Fest gefeiert und alles verstoffwechselt. Und bevor die Gans im Winter das Getreidesilo ausräumt, kam sie auch gleich noch mit auf den Teller.

Ich habe die Vermutung, dass die kirchlichen Feste und Bibeleinträge sehr an die Bedürfnisse der damaligen Zeit angepasst wurden. Ob nun das Sinnieren darüber Sinn macht, weiß ich nicht. Viel wichtiger ist, dass man die Traditionen pflegt und feiern hat noch nie geschadet...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


November 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass es zwischen richtig müde und angetrunken keinen großen Unterschied gibt. Wenn ich Alkohol trinke, werde ich müde und wenn ich zu wenig Schlaf bekomme, natürlich auch. Aber wenn ich müde bin und dann Alkohol trinke, kann ich mich gleich hinlegen. Gelegentlich schlafe ich auch schon mal am Tisch ein. Irgendwie verliere ich da komplett die Kontrolle.

Im besten Fall steht ein Teller mit lauwarmen Spaghetti vor mir, die den Aufprall auf der Tischplatte dämpfen. Es ist meistens sehr zur Freude meiner Mitmenschen, wenn ich müde bin und Alkohol trinke. Dann haben die Spaß mit mir, dekorieren und bemalen mich, schreiben Schilder, stellen diese ins Internet und ich nehme unbewußt an der Gaudi teil.

Es passiert mir manchmal, dass ich nach einer Schlafphase von etwa 117 Minuten wieder spontan am Geschehen teilnehme. Dann ist die Müdigkeit abgebaut und der Alkohol hat sich gleichmäßig im Körper verteilt. Diese Ausgeglichenheit schürt oft einen gewissen Tatendrang in mir.

Wenn ich wieder aufwache, ist meistens ein anderer eingeschlafen, auf dessen Gesicht noch Platz für Verzierungen ist. Normalerweise habe ich mit Malerei wenig am Hut, aber irgendwie küsst mich dann die Muse und ich lasse meiner künstlerischen Ader freien Lauf...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


Oktober 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass es ohne eine Maut wohl nicht mehr geht. Die Meldungen in den Nachrichten deuten zumindest stark darauf hin. Was ich aber noch nicht ganz verstanden habe ist, ob diese Maut nur für diejenigen Autofahrer gelten soll, die aus den Nachbarländern durch Deutschland reisen, oder doch für alle motorisierten Verkehrsteilnehmer. 

Warum soll eigentlich der Autofahrer für die Benutzung der Autobahn und der Bundesstraße zur Kasse gebeten werden? Warum soll überhaupt für die Benutzung der Bundesstraße gezahlt werden? Wie wird das dann abgerechnet? Werden demnächst tausende von Mauthäuschen gebaut, oder wird Toll Collect den Part des Kassenwarts übernehmen?

Wenn das so geplant ist, dann bleiben auch die nächsten zwanzig Jahre die Kassen leer. Und wie ist das eigentlich mit den Lastkraftwägen? Wenn die künftig auch auf Bundesstraßen zahlen müssen, dann wirds auf Wald- und Schotterwegen demnächst ganz schön eng.

Dann brauchen wir nicht nur Geld für die Reparatur der kaputten Bundes- und Landstraßen, sondern auch noch für unsere Wälder und Wiesen. Aber vielleicht wird dann der eine oder andere Bauer sein eigenes Mauthäuserl errichten und auf Wegezöllner umschulen...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


September 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass ich mal etwas für meine Fitness tun könnte. Also öfter Sport machen, schwimmen etwa, oder radfahren. Ich habe gemerkt, dass ich in den letzten Jahren etwas faul geworden bin und die körperliche Bewegung vernachlässige. Dabei soll Sport glücklich machen und das allgemeine Lebensgefühl steigern. Also ohne Sport war ich jetzt auch nicht gerade unglücklich.

Schön und gut, ich weiß nur nicht so genau, was ich machen soll. Richtig ansprechend finde ich die Angebote unseres Sportvereins nicht, Fußball und Zumba. Aber da gibts ja noch das Internet. Ich finde so tolle Sachen wie Kowedo und Reifenrodeln. Bei meiner Suche stoße ich auf diverse Artikel, in denen der Körper auf ganz andere Weise geformt wird.

Da spritzt sich einer altes Motoröl in die Muskeln, damit diese wachsen und monströs aussehen. Warum macht der das? Fühlt er sich damit besser? Im Video sehen diese Oberarme aus, als würden sie immer im Weg sein und er sich nicht mal selbst den Schuh zubinden kann.

Ich werde mir jetzt jedenfalls Schuhe anziehen, damit den Dorfberg erklimmen und mir dort in der Schänke meine Belohnung abholen. Beim Abstieg kommt mir vielleicht die Idee, welche Sportart für mich wohl die geeignetste ist. Slalomtorkeln oder so, mal sehen...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


September 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass es Situationen im täglichen Leben gibt, die filmreif sein können. Ich war am letzten Wochenende auf der Wiesn, also auf diesem Treffen der globalen Alkoholiker in München. Dort habe ich mir einen Sitzplatz im Bierzelt erkämpft und den Sieg begossen. Danach bin ich zum Auto gewackelt, um meinen Rausch auszuschlafen.

Während ich es mir auf der Rücksitzbank bequem mache, rollte das Auto plötzlich los. Aber ich habe meinen Schlüssel noch in der Hosentasche. Es fährt einfach so. Ich springe nach vorne, trete die Bremse, aber nichts passiert. Auch das Lenkrad spricht nicht an. Ein Krankenwagen fährt vor mir, ich versuche durch hupen auf mich aufmerksam zu machen.

Ich schaue aus dem Fenster, sehe einen tiefen Abhang neben mir. Panik macht sich breit, weil mein Auto auf gar nichts anspricht. Ich sitze betrunken im Wagen, rolle unkontrolliert auf einen Rettungswagen zu und falle im Extremfall mit dem Auto eine Schlucht hinunter.

Der Wagen hört plötzlich auf zu rollen und eine Hand berührt mich an der Schulter. Eine Stimme sagt zu mir, wenn ich noch eine Runde Karussell fahren möchte, muss ich ihm jetzt den Fahrchip geben. Ich steige aus und gehe zurück zum Bierzelt, auf den Schock brauch ich erst mal ein Bier...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


September 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass der Standort äußerst wichtig ist. Große Firmen suchen sich ihren Standort in der Nähe von Autobahnen, um die Fahrtwege möglichst kurz zu halten. Da kommt dann der Laster direkt aus der Bäckerei auf die Autobahn gebrettert, um seine Lebkuchen schnellstmöglich in den nächsten Supermarkt zu karren. Die Zeit drängt nämlich.

Es geht schon stark auf die Stille Zeit zu. Wer jetzt noch keinen Platz für die Lebkuchenkartons in seinem Einkaufsladen frei gemacht hat, verpasst die Einnahmen derjenigen, die über Nacht in Zelten und auf Liegen vor den Stores kampieren, um an die neuen heiß begehrten Pfefferkuchen mit Schokoüberzug zu gelangen. Was gibt es auch schöneres, als den Altweibersommer mit Glühwein und Spekulatius einzuläuten.

Auch für Fotografen ist die Standortwahl ausschlaggebend. Wer sich hinter das Motiv stellt, bekommt einzigartige Bilder, aber die will normalerweise keiner sehen. So mussten auch die Fotografen, die auf der Wiesn auf den Bieranstich gewartet haben, ihren Standort wechseln.

Dabei war das viele Jahre für alle Beteiligten glasklar. Doch der neue Bürgermeister, im Gegensatz zu seinem Vorgänger Ude, hatte sich anders herum vor das Bierfass gestellt. Hat halt keiner darauf geachtet. Was der Alte mit links konnte, macht der Neue mit der rechten Hand...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


September 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass an der Straße wieder leuchtend gelbe Plakate hängen, die dem Autofahrer sofort in die Augen stechen. Hier wirbt aber keine Partei um Stimmen, sondern die Verkehrswacht mahnt an, langsam zu fahren. Diese Woche ist es auch in Bayern wieder so weit, da überqueren kleine Stöpsel mit ihren bunten Schultüten die Straße.

Jetzt geht er los, der Ernst des Lebens. Naja, die meisten Kinder kennen das bereits - Kinderkrippe, Ganztageskindergarten und am Wochenende Freizeitprogramm in einer Kinder- und Jugendgruppe. Die Eltern sind beide berufstätig und kommen ohne Zweit- und Drittjob nicht über die Runden. So nutzt man jede Möglichkeit, den Nachwuchs unterzubringen.

Und jetzt kommt die Schulzeit. Doch an vielen Orten herrscht akuter Lehrermangel. Der Lehrberuf, ehemals eine angesehene und geschätzte Berufung, ist heute nur noch ein unterbezahlter Saison-Job? Lehrer sollen unsere Kinder für die Zukunft fit machen und sehen selbst keine.

An manchen Orten scheint man schon die Antwort gefunden zu haben. Nachdem nicht genügend Lehrer für die Betreuung da waren, wurden Eltern gebeten, morgens für einige Stunden auszuhelfen. So können sich die Eltern frei nehmen und ihre Kinder mal wieder sehen...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


August 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass es immer mehr Automaten gibt. Für alles gibt es mittlerweile Automaten, für Fahrkarten, Softeis, Geld und Suppen. Vom Kaffee ganz zu schweigen. Der Vorteil der Automaten liegt auf der Hand, man braucht kein Personal mehr. Automaten brauchen keine Pause, sie sind nicht krank und fahren nicht für zwei Wochen in den Urlaub.

Angefangen hat das mit den Automaten, wie könnte es anders sein, in der Autoindustrie. Da wurden fleißige Menschen durch Maschinen ersetzt, die automatisch Teile lackieren oder den Unterboden schweißen. Und was machen die Arbeiter jetzt? Urlaub auf den Seychellen fällt wohl aus Geldmangel aus, da die Leute jetzt ohne Verdienst auskommen müssen.

Es soll Menschen geben, die Automaten hassen. Neben arbeitslosen Autobauern auch ältere Leute, die schon mal einen Tag damit verbracht haben, sich eine Kurzstreckenfahrkarte im Nahverkehr für die Zone 200+T mit Ermäßigung zu kaufen, um damit zum Arzt zu fahren.

Es wird wohl noch etwas dauern, bis wir Automaten wirklich verstehen. Vielleicht wird dieser Tag auch nie kommen. Ein Technikladen kennt bereits den Ausweg: "Bei Technikfragen - Technik fragen". Es ist ein Teufelskreis mit diesem Automatismus...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


August 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass ich nach vier Tagen Extremurlaub genau so erholt bin, wie nach zwei Wochen Strand und Meer. Der Extremurlaub ist eine konzentrierte Version des Urlaubs. Es wird nur das Essentielle aus den zwei Wochen gewonnen. Das ist ähnlich wie bei Hundefutter. Schon klar, auf den ersten Blick haben Hundefutter und Urlaub wenig gemein.

Ein Bekannter schwärmte mal, dass er seinem Hund Trockenfutter zu fressen gibt, dass genau auf seinen Körper abgestimmt ist. Der Hunde-Ernährungsfachmann hat nach einem gründlichem Check des Körpers mittels EKG, Stammzellenanalyse und DNA-Test die genauen Nährstoffe bestimmen können, die das Tier für seinen Organismus braucht.

Da ist nix zu viel und nix zu wenig. Das Tier scheidet auch nur noch die Abfallstoffe aus seinem Körper aus. Da gibt es keine großen Haufen mehr, nur noch kompakte Hundekorinthen. Jeder der sich schon mal mit Heilfasten beschäftigt hat, wird das Phänomen kennen.

So war auch mein Urlaub, nur das Essentielle. Ausser frischer Luft und Wetter, gabs vor allem Regen. Wichtig beim Extremurlaub ist, dass man spontan reagiert. Noch wichtiger bei so einem Musik-Festival ist, dass man viel Flüssigkeit zu sich nimmt, aber natürlich nur Essentielles...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


August 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass Schlaf sehr wichtig für die geistige Fitness ist. Ich merke immer zu spät, nämlich erst am nächsten Morgen, dass ich eher ins Bett hätte gehen sollen. Meistens dann, wenn der Wecker mitten in der Tiefschlafphase die Nachtruhe durchbricht. Dann heißt es, schnell handeln und die Schlummertaste drücken und nochmal umdrehen.

Leider habe ich noch nicht begriffen, dass die Schlummertaste gar nichts bringt. Also jetzt, nachmittags, weiß ich schon, dass die Schlummertaste nur die Aufwachphase unnötig hinauszögert, aber sag mir das mal jemand morgens um Sechs. Da geht handeln vor denken und das geht auf die Handlungs- und Denkfähigkeit am Tage. Dabei gibt es für oder gegen fast alles Tabletten.

Gegen hohen Blutdruck, dicke Füße, für kräftige Haare und so weiter. Da fehlt doch eine, die in verschiedenen Ausführungen erhältlich ist, etwa für sechs, sieben oder acht Stunden Schlaf. Man rechnet abends aus, wie lange man schlafen möchte und nimmt dann die entsprechende Pille.

Je nach Stärke setzt am Morgen starker Schluckauf ein, der erst wieder vergeht, wenn man zehn Minuten gegangen ist. Das wäre doch ein schönes Bild am Morgen, wenn sich alle mit Schluckauf auf der Straße treffen und spatzieren gehen. Das tut auch der körperlichen Fitness gut...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


Juli 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass das Leben die besten Geschichten schreibt. Am aller schönsten ist es, wenn jemand etwas erzählt, worüber man lachen kann, und doch froh ist, dass es einen selbst nicht getroffen hat. Doch manchmal klopft das Schicksal an die eigene Tür. Letzten Herbst habe ich mir ein Auto gekauft, das in der Blüte seiner Jahre steht.

Was ich vorher nicht wusste, dieses Auto würde eine Krankengeschichte haben, die einem die Tränen in die Augen treibt. Schon nach wenigen Tagen die erste Operation. Der Turbolader musste getauscht werden. Erstmal hat das Fahrzeug den Eingriff gut überstanden. Leider wurde kurz darauf der Turbolader vom Organismus des Fahrzeugs abgestoßen.

Weitere Operationen folgten. Schockierender Weise leuchtete Anfang vergangener Woche die Motorkontrolleuchte grell auf. Der KFZ-Arzt meinte, es sollte der Rußpartikelfilter gereinigt werden, da der Patient starker Raucher ist, aber danach sei alles wieder in Ordnung.

Am Samstag musste dann der Notarzt in Gestalt eines gelben Engels Hand anlegen. Während der Fahrt leuchteten plötzlich viele bunte Lämpchen auf. ESP, ABS und Airbag, das Radio ging aus und die Servolenkung auch. Ich glaub ich laß ihn jetzt einschläfern...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


Juli 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass man bei übermäßigem Sonnenschein unbedingt einen Sonnenhut aufsetzen muss. Wenn man das nicht tut, kann es sein, dass man sich am Abend äußerst unwohl fühlt. Wenn die Sonnenstrahlen auf das Haupthaar treffen, erhitzen diese die darunter gelegenen Zellen und hier gerade die empfindlichen Grauen. Also die Zellen, nicht Haare.

Diese Zellen können sich im ersten Moment nicht wehren, merken vielleicht auch gar nicht, dass sie gerade gegart werden. Aber sobald sie den Braten riechen, geben sie Alarm. Wenn sich zu Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen noch heiße, rote Haut und Bewusstlosigkeit gesellen, sollte man dringend Hilfe in Anspruch nehmen.

Am allerbesten hilft natürlich die Vorsorge. Welchen Grund gibt es, sich für mehrere Stunden ohne Pause ungeschützt der Sonne hinzugeben, hierbei vielleicht noch Sport oder Arbeit zu verrichten und damit seine Gesundheit zu gefährden? Außer man ist Asphaltierer auf einer Autobahn.

Führende Spezialisten raten dazu, die Zeit in der Hitze zu begrenzen und empfehlen, sich im Schatten aufzuhalten. Für diesen Zweck wurden in vielen Ortschaften meist unter Bäumen, Treffpunkte errichtet, in denen man seinem Körper Flüssigkeiten und kleine Stärkungen zuführen kann...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


Juli 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass wir nun Zusammenhalten. Also wir Deutschen. Wir sind jetzt nach dieser grandiosen Leistung am Sonntag Abend Weltmeister und können unsere Brust mit vier Sternen schmücken. Jeder Einzelne hat seinen Beitrag zum Gelingen des Finalspieles geleistet. Es wurden T-Shirts gekauft, Flaggen aufgehängt und Unterhosen gefärbt.

Ganz zu schweigen von der Einhaltung der Goldenen Regeln, die bereits bei den Spielen vorher zum Sieg verholfen haben. So habe ich das Bier genau zwei Stunden vor dem Spiel in den Kühlschrank gestellt. Dann habe ich die Chips in die Weltmeisterschale aus durchsichtigem Kunststoff gefüllt und mich auf den zweiten Platz aufs Sofa gesetzt.

Leider muss ich gestehen, dass ich Schuld war, dass wir erst in der Verlängerung ein Tor geschossen haben. Ich hatte nämlich auf meinem Trikot einen Fleck, der mir erst beim Spiel gegen Brasilien aufgefallen ist. Nach dem 7:1 hatte ich das Shirt mit einem Fleck-Entferner behandelt.

Weil nun beim Endspiel so lange kein Tor gefallen ist, habe ich mit Hilfe von Blaubeerensaft den Fleck wiederhergestellt. Kaum saß ich vor dem Fernseher, macht der Götze sich auf den Weg zum gegnerischen Kasten und schießt ein grandioses Tor - so gewinnt man eine WM...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


Juli 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass das Mitteilungsbedürfnis der Menschen stark zugenommen hat. Immer mehr Leute tummeln sich in so genannten sozialen Netzwerken und teilen Freud und Leid mit ihren oft nicht persönlich bekannten Internetfreunden. Wie sich jetzt herausstellt, nicht nur mit denen, sondern auch mit den Geheimdiensten dieser Welt.

Da raufen sich Datenschützer bei jeder Forderung des Innenministers die grauen Haare und im öffentlichen Netz wird munter jede Intimität in die Welt hinaus gezwitschert. Während sich die einen fragen, woher das Finanzamt weiß, wo man wohnt, nennen andere gleich ihre Kontodaten.

Manch ehemaliger Stasimitarbeiter hätte sich gewünscht, dass diese Art von Informationsaustausch schon einige Jahre früher erfunden worden wäre. Man hätte sich viel Zeit und Alkohol in Kleingartenkolonien der Ostrepublik sparen können, hätte man statt einem Parteibuch ein Facebook unters Volk gebracht. Da waren die Amis schlauer.

Und dann sind da noch jene, die stolz mitteilen, dass sie mal kurz in Urlaub fliegen, keiner daheim ist und der Schlüssel unter der Matte liegt. Möglicherweise in der Hoffnung, dass einer der zahlreichen Freunde, der diese Meldung mit “gefällt mir” quittiert, auch die Blumen gießt...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


Juni 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass Geschenke oft ein heikles Thema sind. Ich mache mir vorab immer Gedanken darüber, was jemandem am besten gefallen könnte. Ich orientiere mich dabei an den mir bekannten Vorlieben des Empfängers und beziehe auch meinen eigenen Geschmack mit ein. Auch verschenke nie etwas, was ich nicht für mich selbst kaufen würde.

Das dachte sich wohl auch unser Herr Ministerpräsident, der beim Papstbesuch vergangene Woche einen Präsentkorb mit bayrischen Spezialitäten überreichte. Neben Bier und Obstler enthielt der Korb auch Dauerbrezen, Griebenschmalz, Senf und eine großzügige Spende des Freistaates Bayern über 5000 € für syrischen Flüchtlingskinder.

Ich fand das Mitbringsel etwas peinlich. Das wären, bei geschätzten 1,5 Millionen Flüchtlingen - wenn man statistisch von einem Kind pro Vater und Mutter ausgeht, etwa 500.000 Kinder - also für jedes Kind einen Cent. Vielleicht teilt der Papst noch seine Brezen mit den Kindern.

Der Papst bedankte sich mit einer Ausgabe seines Apostolischen Schreibens "Evangelii Gaudium", in dem er sich gegen den Konsum und die Vergötterung des Geldes ausspricht. Für meinen Teil habe ich daraus gelernt, dass Bier und Schnaps immer für ein Gaudium gut sind...

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi!


Juni 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass sich unsere Fußballer schon mal aufwärmen, um bei der nahenden WM zu punkten. In der Werbekampagne für die Firma mit den drei Streifen haben sie bereits gezeigt, dass sie vor nichts zurückschrecken und mit aller Härte an den Gegner gehen wollen. Bilder mit echten (Rinder-)Herzen zeigen den Ernst hinter solchen Spielen.

Vermitteln sie doch, dass sie zum Äußersten bereit sind. Aber war da nicht etwas? Fairness und Sportlichkeit? Soll der Fußballsport nicht die Leute begeistern? Und das am besten ohne einen körperlichen Schaden? Das gilt vielleicht für die 90 Minuten Spielzeit. Bei dem ganzen Drum-herum steht die Fairness schon mal in einem schlechten Licht.

Sind nicht die Menschen, die in Brasilien leben, von dem Sportverband bereits mehrfach gefoult worden? Wenigstens dürfen die Brasilianer die Stadien behalten, die sie letztendlich selbst gezahlt haben. Unklar ist noch, was macht man mit so einem Stadion wenn der Rummel vorbei ist?

Wasser einlassen und als Riesen-Pool nutzen? Möglich ist, dass die bis zu den Spielen nicht mal fertig sind. Da kann es schon mal sein, dass man als Zuschauer aufstehen muss, weil ein unterbezahlter Hilfsarbeiter noch einen Eisenträger einbetonieren muss...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Juni 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass man im Internet eine eigene Sprache entwickelt hat, die von außen nur schwer zu entziffern ist. In Foren liest man nicht mehr solche Sachen wie: "Warum belästigst du mich mit diesem Anliegen? Du hättest durch selbsttätige Netzrecherche die Antwort ganz einfach selbst herausfinden können ohne hier so ein Trara zu veranstalten.

Die Frage wurde schon mindestens ein dutzendmal beantwortet! Ich zweifle daran, dass du das Internet als Informationsplattform nutzen solltest, da es hierzu an der notwendigen Kompetenz mangelt." - Solche Aussagen werden der Einfachheit halber abgekürzt auf "LMGTFY!!!". Diese Aussage ist Englisch und wird somit von jedem verstanden.

"LMGTFY!!!" bedeutet übrigens "let me google that for you". Es ist darauf zu achten, die Äußerung in Großbuchstaben zu verfassen, da man hiermit den persönlichen Ärger zum Ausdruck bringen kann. Die große Verärgerung unterstreichen die Ausrufezeichen am Ende des Satzes.

Erwähnenswert wäre noch die Abkürzung "Sry". Diese wird im Normalfall benutzt, wenn man unabsichtlich durch die Eingabe eines falschen Programmiercodes die Festplatte des Gegenübers, also des Chatpartners gelöscht hat. Aber das ist eine andere Geschichte...

In diesem Sinne - EsWweC


Mai 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass sich die Fotografie grundlegend gewandelt hat. Früher, in den Zeiten, als fotografieren noch als bedeutendes Ereignis galt, hat man sich wochenlang auf den Tag vorbereitet, ist vor der Aufnahme zum Frisör gegangen, hat sich seine Zähne richten lassen und ist dann mit den besten Kleidern und geputzten Schuhen vor die Linse getreten.

Der Fotograf baute mühsam seine Holzbox auf und kroch hinter sein schwarzes Leinentuch. Dann hieß es, einige Minuten still sitzen und schon nach wenigen Tagen und unter Einsatz chemischer Bäder, wurde einem ein schwarz-weißes Bild für das Fotoalbum überreicht. Meine Oma erinnert sich noch heute genau an diese denkwürdigen Ereignisse.

Sogar Jahreszahlen und Tage, an denen Fotos von ihr geschossen wurden sind ihr noch im Gedächtnis. Die Erlebnisse haben sich einfach eingeprägt. Wenn ich heute die Speicherkarte meiner Digicam durchklicke, kann ich auch Tag und Uhrzeit jeder Aufnahme nachlesen.

Wo früher noch ein Fotograf die Kamera bediente, ist heute Model und Fotograf eine Person. Ein Portrait wird jetzt "Selfie" genannt. Die Handykamera ist allzeit dabei und Schuhe putzen hat sich auch erübrigt, denn so einen langen Arm hat derzeit noch niemand...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Mai 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass die Wissenschaft wieder einen mächtigen Schritt nach vorne gegangen ist. Die Herrschaften in ihren Laboren haben entdeckt, dass Tintenfischarme überall anhaften, nur nicht an sich selbst. Dafür ist vermutlich eine Substanz auf der Haut der Tiere verantwortlich, die den Saugnäpfen vermittelt, dass hier nicht gesaugt werden soll.

Für die Tiere ist das lebensnotwendig, denn diese haben ihre acht Arme niemals gleichzeitig unter Kontrolle. Da macht jeder Arm, was er will. Wenn die sich nun selbst verkleben würden, wäre der Tintenfisch schnell bewegungsunfähig und würde wie ein Joga-Anfänger am Boden liegen. Der Rest der Fischwelt würde sich dann über ihn kaputtlachen.  

Die Wissenschaft weiß diese Erkenntnis auch schon einzusetzen. Wie etwa in dem Projekt Stiff-Flob. Hier wird ein Roboter entwickelt, der flexible und lernfähige Arme besitzt und in der Medizin eingesetzt werden soll. So könnten schwierige OPs einfacher durchgeführt werden.

Eine seltsame Vorstellung. Ich glaube, bis die Idee ausgereift ist, führe ich den Tintenfisch ganz konventionell mit dem Trägerstoff Pizza de Mare in meinen Körper ein und hoffe inständig, dass da bei aller Saugkraft nichts haften bleibt...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Mai 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass die Deutschen große Konkurrenz bekommen haben. Bislang gelten sie als die Meister in Sachen Aufschnitt. Weißwurst, Leberwurst, Blutwurst, Bockwurst, Fleischwurst - so viele Sorten an Wurstwaren bekommt man sonst nirgendwo auf diesem Planeten. Wenns um die Wurst geht, macht uns so schnell keiner was vor.

Doch was ist das? Bei der Suche im Internet mischen sich zwischen Käsebeißern und Gelbwurstscheiben Bilder einer Dame mit langen, dunklen Haaren und einem Vollbart. Nach wenigen Klicks erfährt man, dass es sich nicht um irgendeine Wurst handelt, denn diese Wurst hat am Wochenende den Song Contest gewonnen und ist nun in aller Munde. 

Conchita Wurst setzt sich für einen toleranten Umgang mit Homosexualität ein. Komischerweise bekommt sie dafür aus Russland fünf Punkte. Hat der Dolmetscher da etwas falsch übersetzt und die Verantwortlichen wollten nur einen Pausensnack bestellen? 

Mit Wurst ist das so eine Sache. Die einen lieben sie, die anderen finden dass das alles Käse ist. Diese Wurst teilt jedenfalls die Meinungen. Es gibt Leute, die finden diesen Wurstauftritt richtig Klasse und es gibt die, sagen wir mal Vegetarier im Showgeschäft...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Mai 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass jetzt wieder überall diese Plakate hängen, die zum Spenden auffordern. Hat man erstmal seine spendable Ader entdeckt, fließt auch schon reichlich Blut. Ja genau, ich spreche vom Blutspenden und nicht von der Teilnahme bei den Maikrawallen. Obwohl so mancher Krawallo eventuell Nutznießer dieser Aktion sein könnte.

Einige Bekannte sagen, dass sie ihr Blut nicht sehen könnten und ihnen beim Spenden bestimmt übel wird, wenn da alle nebeneinander liegen und sich die Venen anstechen lassen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass so mancher eine falsche Vorstellung hat. Blutspenden hat relativ wenig mit den Darstellungen bekannter Fledermausgruselfilmchen zu tun.

Beim Roten Kreuz ist das was anderes. Da entfleucht der fleißige Spender nicht ins Reich der Untoten. Er bekommt sogar noch eine Prämie für seinen Aderlass. Außerdem wird mit einem reichhaltigen Abendessen aus Wiener Würstchen, Semmeln und Weißbier geworben.

Zu guter Letzt muss man noch sagen, dass Blutspenden der Gesundheit dient. Das Blut wird auf Krankheiten getestet und nach dem Spenden produziert der Körper wieder neues. Das liegt doch ganz im Trend der Zeit, das Alte muss weg um Platz für Neues zu schaffen...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


April 2014 - V

...mir ist aufgefallen, dass mir meine Eltern bis zum heutigen Tag etwas vorenthalten haben. Ich spreche hier nicht von elterlicher Liebe und Sorgfaltspflicht. Nein, ich meine vielmehr die Aufklärung. Vermutlich haben die da was durcheinander gebracht und gedacht, was sollen wir den Bub mit Dingen aus dem 18. Jahrhundert belasten. Der soll einfach im Geschichtsunterricht gut aufpassen.

Wie man sich schon denken kann, zielt meine Aussage auf die Aufklärung Jugendlicher ab. Diese Aufklärung wurde bei mir, wie bereits erwähnt, bislang unterlassen und nun habe ich mich selbst um den Ausstieg aus der Unmündigkeit durch Unwissenheit gekümmert. Mit Hilfe moderner Medien kann man diese Wissenslücken sehr gut füllen, man braucht da gar nicht lange suchen.

Für meinen Teil kann ich berichten, dass neben ausführlichen Erklärungen über die Sexualität auch hochauflösende Fotografien und Kurzfilme im Datennetz bereit gestellt wurden. Da bleibt auch nicht die peinlichste Frage unbeantwortet und keine Körperregion im Verborgenen.

Interessant fand ich die Frage von Jan (18) - Was ist ein Kondom? Ein Fachmann lieferte folgende Antwort - Das Kondom ist ein Schutzbezug, um die Frau gegen ein unerwartetes Anschwellen der mittleren Körperregion zu schützen. Das ist doch eine brauchbare Antwort...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


April 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass ich ganz schön viel Steuern zahle. Wenn ich zum Bäcker gehe um mir ein Brot zu kaufen, zahle ich quasi schon einen Teil des Gehalts unserer Kanzlerin. Schlimm ist es mit der monatlichen Gehaltsabrechnung, auf der einem das Geld einmal kurz vor der Nase vorbeigeführt wird, um dann im Steuersäckel zu verschwinden.

Noch schlimmer ist, dass man offensichtlich zu viel Steuern bezahlt. Nun hat man aber die Möglichkeit, sich vom Finanzamt einen Teil seiner staatlichen Erpressungsgelder zurückzuholen. Ich mache das auch jedes Jahr und ich kann sagen, dass es sich für mich lohnt. Andere umgehen diesen Aufwand und zahlen gar nicht ein.

Die umgehen die Steuer durch fleißiges Verschweigen ihrer Tätigkeiten. Doch das ist gesetzlich verboten. Unzählige Gerichtsurteile belegen, Schwarzarbeit ist illegal. Dadurch gehen dem Staat Millionarden verloren. Darum wird mit aller Staatsmacht dagegen vorgegangen.

Wer seine Steuern nicht zahlt, wird bestraft. Das musste längst auch ein fußballbegeisteter Würstelfabrikant zur Kenntnis nehmen. Seit kurzem denkt man sogar darüber nach, ob man auch die Verschwendung von Steuergelder ahnden solle. Also ich wäre dafür...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


April 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass wir mit der Tierwelt sehr respektlos umgehen. Als Beispiel nenne ich mal den Blauflossenthunfisch. Die Gattung ist fast ausgestorben, nachdem er in unzähligen Mengen gefangen wurde. Jetzt ist er auf der Liste der stark bedrohten Tiere und das macht ihn für Jäger und Gourmets nur noch interessanter und kostbarer.

Ein weiteres Beispiel für die Respektlosigkeit der Fleischfresser ist das gemeine Hausschwein. Es wird zu Hunderten in engsten Ställen gehalten, vollgepumt mit Antibiotika und Wachstumsbeschleunigern, um nicht frühzeitig an einer Massenkrankheit zu sterben. Dafür ist nach dem qualvollen Dasein der angelernte Akkordschlachter zuständig.

Wenn die Sau Schwein hat, trifft der die Hauptschlagader mit dem Messer und das Tier stirbt sofort. Andernfalls kommt die arme Sau erst im Brühkessel ums Leben. Und wofür das alles? Die Discounter haben ihre Preise für Frischfleisch gesenkt und das kommt uns allen zu Gute.

Man hört auch immer wieder, dass wir viele Lebensmittel wegschmeißen. Wenn die Speckwürfelchen zu alt werden, spült man sie einfach das Klo runter. Das wiederum freut die Ratten und gegen die muß etwas getan werden. Ein Vorschlag wäre, die Ratte auf den Speiseplan zu setzen...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


April 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass die alte Diskussion um die Zeitumstellung wieder aufflammt. Jedes Jahr gibt es zur selben Zeit diesen Aufstand gegen den Dreh an der Uhr. Da wird geschimpft, dass die Umstellung schlecht für die Tiere sei, keinen Nutzen in Sachen Energieeinsparung hat und man sich den ganzen Blödsinn deshalb getrost in den Allerwertesten schieben könne.

Im Herbst dann die Rückstellung, doch da sind diese Argumente nur noch nebensächlich. Die Hauptmeldung ist, dass man eine Stunde länger schlafen kann und wer möchte das nicht. Sogar der Seehofer spricht jetzt schon davon, dieses hin und her abzuschaffen, hat er doch letzte Woche ein Date mit unserer Bundeskanzlerin verpennt. Schon peinlich in diesen Kreisen.

Da wären wichtigere Schlagzeilen erwähnenswerter - in Deutschland gibt es immer mehr Ratten. Nein, das ist kein neuer Buchtitel von Herrn Sarrazin. Die Ratten leben unter uns, also in der Kanalisation. Ganz unauffällig schwimmen sie in der Kloake und warten darauf, dass jemand seine Speckwürfel in die Kloschüssel entsorgt.

Es muss jedenfalls etwas gegen die Rattenplage getan werden. Ich habe mir auf dem Flohmarkt eine alte Flöte gekauft und werde nun fleißig damit üben. Ein Buch mit Wanderliedern war auch dabei...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


April 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass es jetzt schon wieder wesentlich früher hell wird. Am Sonntag werde ich sicher erneut vor meinem Radiowecker stehen und nicht wissen, ob ich diesen eine Stunde vor oder zurückstellen muss. Jeden Morgen vor dem Aufstehen überlege ich mir, die Zeit einfach ein bisschen zurückzudrehen.

Dann müsste ich aber auch meinem Busfahrer, meinem Chef und allen anderen Leuten eine Kurznachricht schicken und darum bitten, dass die ihre Uhren meiner angleichen. Wenn´s gen Abend geht, so kurz vor Feierabend, also nach dem Mittagessen, sollten die Zeiger dann wieder auf die richtige Zeit vorgestellt werden, unter Zugabe einiger Minuten.

Man müsste sich nur einig sein, dann wäre das doch machbar. Das mit der Zeit ist schon etwas geheimnisvolles. Eigentlich hat jeder von uns mehr als genug davon und dennoch beteuern viele, vor allem Rentner, dass ihnen die verbleibende Zeit nicht reicht. Ich für mich, habe schon länger keine eigene Zeit mehr. Ich habe beschlossen zeitlos zu sein.

Vor einigen Tagen ist mir meine Uhr runtergefallen und die zeigt seither immer kurz vor Zwölf. Also habe ich mich von ihr getrennt und siehe da, es geht auch ohne. Trotzdem holt mich die Zeit immer wieder ein...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


März 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass es immer jemanden gibt, der sich fürchterlich aufregt, wenn etwas verschwindet, oder wenn etwas auftaucht. Die Aufregung bei Herrn Hoeneß war sicher groß, als die Staatsanwaltschaft bei ihm aufgetaucht ist. Trotzdem er alles und etwas mehr auf den Tisch gepackt hat, läßt ihn der Richter nun für einige Monate verschwinden.

Für internationale Aufregung hat der Russische Präsident mit seinem Truppenausflug auf die Krim gesorgt. Während nach dem Umsturz in der Ukraine bei vielen ein leiser Hoffnungsschimmer auftauchte, läßt Mütterchen Russland gleich eine ganze Halbinsel in ihren Armen verschwinden, natürlich nur zum Wohle der örtlichen Bevölkerung.

Nicht zu vergessen auch das Verschwinden eines kompletten Flugzeuges samt Besatzung und Passagieren. In diesem Fall bin selbst ich mir nicht im Klaren darüber, ob nun das Verschwinden an sich, oder das nicht wieder auftauchen in welcher Form auch immer, der eigentliche Skandal ist. Bleibt zu hoffen, dass wir hierzu bald mehr erfahren.

Dann war da noch der Gerichtsvollzieher, der am Wochenende bei Roberto Blanko auftauchte und eine Taschenpfändung vornehmen wollte. Doch wie der Name schon sagt war Roberto blanko...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


März 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass jetzt der große Wechsel bevorsteht. München bekommt einen neuen Bürgermeister, weil der Herr Ude in Rente geht. Naja, ob der wirklich in Rente geht, ist noch nicht ganz geklärt - vielleicht macht er auch als Vorstand in einem Konzern weiter, um sich seinen Lebensabend etwas aufzubessern, wegen der Altersarmut und so.

Unser einer hat wenig Möglichkeiten seinen Job aufzugeben und danach in eine große Firma zu wechseln, um dort ein paar Millionen zu verdienen. Wenn ich an meine Rente denke, läuft es mir kalt den Rücken hinunter. Ich stell mich schon mal darauf ein, im hohen Alter mit den Pferden auf der Koppel um die Gänseblümchenblüten zu streiten.

Wahrscheinlich legen viele Volksvertreter ihr Amt ab, weil ihnen die Verantwortung zu hoch wird. Ich dachte, die würden das aus Eigennutz tun, doch der Druck in den Konzernen scheint wohl erträglicher zu sein. Hinzu kommt diese ständige Angst, bei der nächsten Wahl bestraft, oder von bösen Journalistinnen an die Bar genagelt zu werden.

Irgendwie habe ich da mit den Politikern doch vieles gemeinsam. Nur, dass sich die um meine Wählerstimme streiten und ich mich irgendwann mit den Pferden um die Gänseblümchen...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


März 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass soziale Kontakte immer wichtiger werden. Ich habe gehört, dass sich Tatort-Fans neuerdings in Kneipen treffen, um sich gemeinsame ihren Lieblingskrimi anzusehen. Eine Leichenbeschau in geselliger Runde. Das hört sich nach einer Mordsgaudi an, im Gegensatz zur tödlichen Langeweile vor der heimischen Flimmerkiste.

Der neue Tatort hat schon im voraus die Gemüter erhitzt. Sieht man doch in einer Szene den Hintern von Tillmann Valentin. Nun, vor der Glotze zuhause wäre das einfach nur ein weiterer Arsch im faden Programm gewesen. Wer hätte das gedacht, Public Viewing im Drogenmilieu funktioniert tatsächlich. Alle kucken hin und ausnahmsweise nicht weg.

Doch jetzt kommt eine gewisse Gruppendynamik am Kneipentisch ins Spiel. Schon bilden sich die ersten Grüppchen und geben ungefragt Tipps, wie weiter zu verfahren ist. Dann die große Überraschung.

Dieser Nick Tschiller braucht keine Anweisung aus dem Thekenbereich. Völlig eigenständig übernimmt er die Handlung und mit jeder Minute wird es stiller in der Kneipe und lauter auf der Mattscheibe. Soviel Spannung bei einem Tatort gabs zuletzt, als Schimanski noch nicht im Altersheim war. Also den nächsten Tschiller schau ich in aller Ruhe zuhause…

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


März 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass ich seit einigen Tagen recht betrübt bin.  Das Wetter ist herrlich, man kann wunderbar spazieren gehen, die Natur fängt schon an, ihre Blüten an die Zweige zu setzen und die Vögel zwitschern im Chor. Doch Frühlingsstimmung mag sich nicht so recht einstellen. Nicht mal die fünfte Jahreszeit konnte daran was ändern.

Jetzt wo der Frühling die unterkühlten Gemüter aus dem Winterschlaf erwecken sollte, zeigt sich bei meiner Gefühlslage noch keinerlei Regung. Vermutlich liegt das an dem verloren gegangenem Winter und ich befinde mich noch in der klassischen Herbstdepression. Irgendwie scheint dieser seltsame Winterkümmerling alles durcheinander zu bringen.

Wenn ich von einem Stau im Radio höre, möchte ich mich am liebsten ins Auto setzen und direkt ans Ende dieses Staus fahren. Das hört sich bestimmt seltsam an, aber wenn ich mich dann hinten anstelle und es nicht mehr weiter geht, habe ich wenigstens einen Grund dafür, dass nichts mehr voran geht. Sich ärgern bringt den Kreislauf in Schwung.

Eigentlich muss ich mich dafür nicht zwingend auf die Strasse begeben. Ein Blick in die Flimmerkiste, oder in die bunte Welt der gedruckten Nachrichten reicht völlig aus, um reichlich Adrenalin zu produzieren...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Februar 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass ich gerade bei bestem Wetter vor dem Computer sitze und meine Gedankenwelt schreibe. Warum kann ich das nicht machen, wenn es draußen regnet oder schneit oder dunkel ist? Wie ein Stubenhocker sitz ich hier rum und hab sogar noch Licht an. Schrecklich, diese schlechten Gewohnheiten, Woche für Woche.

Nach diesen Zeilen werde ich mir meine Schuhe anziehen und mich hinaus in die Natur stürzen um die Schneeglöckchen und die Krokusse zu bewundern und den Vögeln beim singen zuhören. Die Sonne hat auch schon wieder eine Kraft, aus der man seine Lebensenergie schöpfen kann. Nach so einem Spaziergang fühle ich mich immer wie neu.

Da fällt mir ein, ich muss vorher noch mein Handy aufladen. Dann kann ich ein paar schöne Bilder machen und die online stellen. Oh, ich habe eine neue Nachricht - da hat heut früh schon jemand ein Bild von einer Wiese gepostet, auf der bereits die ersten Gänseblümchen blühen. Bei all dieser Frühlingspracht vergißt man ganz, das ja noch Winter ist.

Für was habe ich mir eigentlich zum Winteranfang eine neue Schneeschippe gekauft? Laut hundertjährigem Kalender sollen wir heuer aber noch Schnee kriegen, allerdings erst im November...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Februar 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass ich mit diesem ganzen Olympiagetöse den Überblick für die wesentlichen Veranstaltungen des Winters aus den Augen verloren habe. Bei diesem ständigen Blick in den Medaillenspiegel und der Angst, dass man jemandem vergisst zuzujubeln, übersieht man völlig, dass es noch andere wichtige Dinge in diesem Winter gibt.

Zum Beispiel die Weltmeisterschaft im Nacktrodeln. Ja, ihr habt schon richtig gelesen, die gibts wirklich. Mittlerweile schon zum fünften mal trafen sich dieses Jahr wieder 44 Teilnehmer in Sachsen-Anhalt, um den schnellsten Nackten zu ermitteln. Wer jetzt glaubt, das sei eine Veranstaltung für eine Hand voll Verrückter, der irrt gewaltig.

8000 begeisterte Zuschauer säumten die mit Kunstschnee präparierte Piste auf dem Flughafen in Magdeburg. Die Teilnehmer, allesamt im knappen Höschen und Stiefeln, ließen aber auch den Sicherheitsaspekt nicht außer Acht. Helm war Plicht und die Mädels hatten zum Teil stattliche Airbags mit ins Rennen gebracht. Sicher ist sicher!

Aus mir unbekannten Gründen wurde hiervon recht spärlich in den Medien berichtet. Den Weltmeistertitel holte sich übrigens eine Altenpflegerin und auf Platz 3 landete die amtierende Dschungelkönigin...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Februar 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass wir mal wieder richtig aufgefallen sind. Wenn ich wir schreibe, dann meine ich unsere Olympiaabordnung in Putinien. Was war das denn für ein Auftritt bei der Eröffnungsfeier von Panem, äh Sotschi? Mein erster Verdacht, dass der neue Flachbildschirm aus dem Bindochnichtblödladen schon hinüber wäre, hat sich nicht bestätigt. 

Meine nächste Vermutung ging in Richtung Farbbeutelattentat neidischer Fans aus dem gegnerischen Lager. Auch hier Fehlanzeige. Sollte dieser Angriff auf die Sehnerven von Millionen Fernsehzuschauern etwa ein Protest auf die schwulenfeindliche Haltung der russischen Regierung sein? Wäre Glööckler der Designer gewesen vielleicht - aber Bogner.

Also wenn es schon Protest sein muss, dann hätte mich eine Aktion in der Tradition der Femen Aktivistinnen viel mehr begeistert. Eine weitere Theorie, dass eine Kölner Karnevalsgesellschaft die Olympioniken in der Kabine gefesselt hatte, um die Eröffnungsfeier als telegenen Auftritt zu missbrauchen, wurde durch die fehlenden Kamellen entkräftet.

Alle Anstrengungen eine plausible Erklärung für dieses Kasperletheater zu finden, verliefen im Sande der russischen Schwarzmeer Region. So bleibt mir nur noch Willy Bogner gute Besserung zu wünschen...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Februar 2014 - I

...mir ist aufgefallen, dass nun das Jahr der Veränderung beginnt. Ich sehe in der Veränderung immer eine Chance, Freiheit zu gewinnen. Im Kino sieht man sie in der Werbung vor dem Film, die Freiheit. Da zeigen harte Männer, wie sie Rindern mit lässigen Bewegungen das Lasso über den Hals werfen, um dann mit bloßen Händen das Tier zu Boden reißen. 

Danach setzen sie sich auf einen Felsbrocken, stecken sich eine Zigarette an und blicken in das weite Land. Wenn die Arbeit getan ist, schwingen sich die Cowboys auf ihre Pferde und reiten davon. Generationen verdanken diesem Bild der Freiheit ein Ende an Lungenkrebs, da sie die Freiheit mit der beworbenen Zigarette verbunden haben.

Ich verbinde die Freiheit mit dem Pferd. Ein Tier, das ständig in Bewegung, sehr temperamentvoll und unruhig ist. Ein stürmisches Pferd zu bändigen und ihm einen Sattel aufzuschnallen ist eine Herausforderung. Am Freitag begann bei den Chinesen das neue Jahr. Es ist das Jahr des Pferdes und des Holzes. Oder besser, es ist das Jahr des Holzpferdes.

Nun können die Chinesen erst einmal das Jahr beginnen. Hinsichtlich Umwelt und Gesundheit gäbe es da  einiges zu ändern. Es ist doch schade, wenn man vor lauter Smog sein eigenes Feuerwerk nicht sieht...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Januar 2014 - V

...mir ist aufgefallen, dass man nicht mehr darauf vertrauen kann, wann ein Auto sicher ist. Oder auch nur, ob ein Auto gemocht wird. Ich meine, ob viele ein bestimmtes Auto wollen oder lieber ein anderes, weil eins wollen tut doch jeder. Außer vielleicht die modernen Städter, die sich mit ihren Smartphones einfach ein freies Auto aus der Umgebung holen. 

Die müssen kein eigenes Auto besitzen, die nehmen einfach das von einem anderen. Das nennt sich Carsharing, doch das geht auch nur eine Zeit lang gut. Was wird sein, wenn keiner mehr ein eigenes Auto hat, weil keiner mehr weiß, welches sicher ist oder welches einem überhaupt gefällt? Weil keiner mehr den Tests und Umfragen vertraut.

Dann muss man wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und das wird auch immer teurer. Außerdem brauchen die öffentlichen Verkehrsmittel länger als, sagen wir mal ein Hubschrauber oder Ambulanz-Jet. Also sollte man die Zeit nutzen, in der es noch Carsharing gibt, um möglichst viele Autos Probe zu fahren.

Wenn man dann sein Traumauto gefunden hat, kann man es kaufen, wenn es keine mehr zu leihen gibt. Oder man tritt einem Verein bei, mit dessen Hubschrauber man fliegen kann...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Januar 2014 - IV

...mir ist aufgefallen, dass sich der deutsche Promi-Ausschuss wieder im Dschungel befindet. Ich gehe heuer mal nicht näher auf dieses Thema ein, denn ich habe einen interessanten Bericht gelesen. Eine renommierte und bildlich aussagekräftige Informationszeitschrift meldet, dass die deutschen Bullen weltweit durch ihre Robustheit am beliebtesten sind.

Wer hätte das gedacht - kommt doch bei uns in Deutschland nur 0,16-Rind auf den Einwohner, was im Gegensatz zu Uruguay sehr bescheiden ist. Dort sind es durchschnittlich 3,5 Rinder pro Kopf. Das macht bei uns im Durchschnitt etwa 104 Kilo Rind pro 82,4 Kilo Mann und 67,5 Kilo Frau - Tendenz steigend.

Im vergangenen Jahr wurden von Januar bis Oktober 2,3 Tonnen Sperma in 51 Länder exportiert. Wer denkt, so eine Samenspende sei ein Vergnügen, der irrt. Die Zuchtbullen müssen vor der Abgabe einen Monat warten und selbst dann darf der Bulle nicht ran. Er bekommt nur eine Art Holzpuppe vorgesetzt, einen Springbock, wenn man so will.

Naja, wahrscheinlich immer noch besser, als sich am Gitter wund zu scheuern. Ich kann die Uruguayer verstehen, so ein saftiges Steak vom Grill macht mehr her, als ein paar Maden aus dem Dschungel...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Januar 2014 - III

...mir ist aufgefallen, dass eine Made viel mehr um die Welt kommt, als ich selbst. Diese Made war schon überall - Made in Deutschland, Made in China, Made in USA. Jetzt habe ich in der Zeitung gelesen, dass es auch in Frankreich Maden zu kaufen gibt.

Experten gehen davon aus, dass sich Insekten in den nächsten Jahren weltweit als Nahrungsmittel für den Menschen etablieren werden. In vielen Ländern ist das schon der Fall, wie etwa in China. Die Chinesen versuchen schon seit Jahren, uns von ihrer Esskultur zu überzeugen, indem sie Insekten in Bananenkisten nach Deutschland schmuggeln.

So löst die Made bald das Pferd in der Lasagne ab. Gerade ist bekannt geworden, dass China die USA als größte Handelsnation der Welt abgelöst hat. Den Platz will sich das Reich der Mitte nicht mehr nehmen lassen. In der Insektenproduktion ist China den Amis um Jahre voraus.

Es wird langsam Zeit sich zu überlegen, ob das Freihandelsabkommen mit den USA überhaupt noch Sinn macht und ob sich die Verhandlungen nicht lieber auf China konzentrieren sollten. Oder lieber ganz einstellen, dann weiß man wenigstens ungefähr, was auf den Teller kommt...

Na dann - noch eine schöne Woche - euer Chrisi!


Januar 2014 - II

...mir ist aufgefallen, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, kurz über das alte Jahr nachzudenken. Nachdem ich kein Papst geworden bin, geh ich alles wieder etwas ruhiger an. Ich hatte eine Bewerbung nach Rom geschickt, auf die ich aber nie eine Antwort erhalten habe. Vielleicht sollte ich vorher in die Katholische Kirche eintreten, aber da soll der Mitgliedsbeitrag auch steigen, nach den ganzen Ausgaben der Bischöfe im letzten Jahr, für Baumaßnahmen und Raumgestaltung.

Spare bei Zeiten, dann hast du in der Not, sagte meine Oma, doch da wusste Oma noch nichts von dem billigen Geld und den Null-Prozent-Zinsen auf das Sparbuch. Mein Geld gebe ich lieber gleich aus, z.B. für eine Drohne mit Kamera. Damit kann ich meine Nachbarn beobachten und habe so das Gefühl, ein Teil dieser Überwachungsgesellschaft zu sein. Das fand ich schlimm im letzten Jahr - diese ganze Überwachung. Sogar unsere Bundes Angie wurde von ihren “Besten Freunden” belauscht. Ich habe aus Angst vor Wanzen gleich mal alle meine Matratzen entsorgt und werde Frau Merkel 2014 nicht mehr anrufen.

Na dann - noch eine schöne Woche  - euer Chrisi


Januar 2014 - I

Da war es wieder, dieses Scheppern mitten in der Nacht, was die bösen Geister aufweckt und die kleinen Kinder aus ihren Betten jagt. Tausende Raketen flogen hoch in die Luft, explodierten und gaben mit einem Knall oder Pfeiffen tausende kleiner Sterne frei. Ein sehenswertes Schauspiel in den prächtigsten Farben und Formen. Die Berliner haben sich etwas ganz besonderes einfallen lassen und die Raketen zu den Klängen Beethovens abgespielt. Wer den Text von "Freude schöner Götterfunken" gerade nicht parat hat, hier ein kurzer Auszug:

Freude schöner Götterfunken - Rakete aus Magnesium  - wir betreten feuertrunken - fünf vor zwölf das Stadtzentrum! Deine Zauber binden wieder - Augen auf der ganzen Welt - alle Menschen werden Brüder - wo dein Anblick uns erhellt - lalalala und so weiter und so weiter.

Ich hatte Silvester dieses Jahr bei Gerlinde auf dem Felsen gesessen und das Feuerwerk in vollen Zügen genossen. Zumindest am Anfang, denn nach kurzer Zeit wurde der Nebel von den Raketen und Batterien und Böllern und brennenden Autos so dicht, dass wir nur noch hin und wieder einen Funken durchblitzen sahen. Der Himmel färbte sich zum Schluss nur noch in den Farben der Raketen und ......

Ich wünsche allen ein ereignisreiches, aufregendes neues Jahr, in dem die Internetverbindung standhält - um regelmäßig bei uns vorbeizuschauen...


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