Mit dem Fonse Opa auf dem Weihnachtsmarkt

In der Adventszeit leih i mir öfters mal  des Gehwagerl vom alten Ranftlhuber ausm ersten Stock aus. Der geht eh nur noch selten an die frische Luft. Ned das i so a Klump nötig hätt, aber man kommt einfach viel besser durch im Gedränge auf dem Weihnachtsmarkt.

Mit dem Rollator stürz i mi dann immer nei ins Getümmel und walz mir den Weg frei. Wie jedes Jahr nehm i a alte Tassn und gammelige Wurstsemmel mit. Im größten Trubel schmeiss i mei Haferl runter und beschuldige Jugendliche, dass mein Glühwein aufn Gwissen ham. Die besorgen mir dann meistens an frischen  und entschuldigen sich.

Auf unsere Jugend kann ma sich halt verlassen. Für die Semmel find i oft so oane mit am Pelzmantel. Von der lass i mir dann die Semmel in Dreck schubsen. Letztes Jahr wollt sich so a Dicke erst aufmandeln, aber wie i laut worn bin, hat die blöde Kuh schnell a Bratwurstsemmel kauft und dann rumplärrt, dass sie sich für Senioren einsetzt. Geht doch!

So a Weihnachtsmarktbummel is scho was Besinnliches. Echt sche diese Adventszeit und wenn ma a bisserl mitdenkt, braucht ma gar nicht so viel Geld ausgeben, man muass se nur zu helfen wissn  ..

    No a scheene Adventszeit, euer Fonse Opa!

Rudis Brief an das Christkind

Liebes Christkind, ich wollte mich nochmal bedanken, dass du auch im letzten Jahr an mich gedacht hast. Über den Hopfenduftbaum, die Naturwollmütze mit dem Hanfbommel und den neuen Winterstiefeln mit dem rosa Pelz von diesem Christopher Street habe ich mich sehr gefreut.

Weil wir am ersten Weihnachtsfeiertag beim Seuchel Hannes zum Currywurstfestessen eingeladen waren, hab ich mich gleich in Schale geworfen. Den Hopfenduftbaum am Rückspiegel befestigt, die Mütze auf und in die neuen Stiefel geschlüpft. An diesem Tag war es ziemlich kalt, darum hab ich die Heizung voll aufgedreht und schon nach wenigen Minuten hat sich ein wohliger Biergeruch im ganzen Auto verbreitet.

Da mir die Mütze etwas zu groß war, hätte ich dann beinahe diese Polizeikontrolle übersehen. Die Polizistin mit der Kelle war aber sehr sportlich und ist gerade noch in den Graben gesprungen. Weil ich etwas unsicher mit den neuen Stiefeln war, bin ich dann ihrem Kollegen beim Aussteigen entgegengestolpert und hab ihm beim Sturz die Hose runtergerissen. Da war aber Schluss mit Weihnachtsfrieden.

Nach den Feiertagen wurde ich aber wieder entlassen. Schenk mir bitte heuer deshalb nichts zum Anziehen und nichts was duftet...

    Ich freu mich schon auf die Bescherung, euer Rudi!


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